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Hier bloggt Hansjürgen Schuster, Steuerberater-Examenstraining SteuerExTra zur Steuerberaterprüfung! Inhaltlich gedeckt durch Art. 5 GG!

Blog zur Steuerberaterprüfung von SteuerExTra

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Weblog:

Dienstag, 27. Juli 2021 - 10:30 Uhr
Neue Umfrage: Bei welchem Lehrgangsanbieter bereiten Sie sich auf die schriftliche Steuerberaterprüfung vor?

Eine interessante Umfrage zu den Lehrgangsanbietern ist eingestellt. Bin gespannt, bei wem sich die SteuerExTra-Besucher so vorbereiten. Eine qualitative Wertung ist damit nicht verbunden.

Freue mich, wenn Sie (über den obigen Link) mitmachen!

Donnerstag, 15. Juli 2021 - 10:20 Uhr
Kostenlose Webinaraufzeichnung "AO-Master-Key", das AO-Online-Repetitorium für die schriftliche Steuerberaterprüfung

Wenn die Abgabenordnung (AO) Schwierigkeiten in der Weise macht, wenn man nicht weiß,

- wie man das prüfungsrelevante Wissen umreißt oder
- wie die Gutachtentechnik der Juristen funktioniert oder
- nichts über Prüfschemata weiß, weil Ihr Lehrgangsanbieter keine zu Verfügung stellt, dann sind Sie bei diesen Webinaraufzeichnungen richtig!

Diese Webinarreihe hat 4 Teile. Teil 1 ist kostenlos und die anderen Teile der Webinaraufzeichnungen incl. der Begleitunterlagen haben einen Sonderpreis. Näheres unter dem o.g. Link. Das Gratismöglichkeit des ersten Teils und der Sonderpreis für die restlichen Teile sind bis zum 31.8.2021 befristet.

Montag, 12. Juli 2021 - 09:41 Uhr
Übungsfall 5: Fremdwährungsforderungen

Sind Sie fit für die Bilanzklausur der Steuerberaterprüfung? Einer meiner Basis-Fälle zur Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung. Zu einfach?


Fremdwährungsforderungen

Die nach den Größenmerkmalen des § 267 HGB kleine Rubber GmbH aus Flensburg hat zwei Forderungen aus Lieferungen an Kunden in den USA auf dem Konto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Umlaufvermögens, die auf US-Dollar lauten.

Im Einzelnen handelt es sich um:

a) Forderung A in Höhe von 300.000 US-Dollar, die am 15.02.2020 zum zutreffenden Kurs von 1,30 USD/€ bei einer Fälligkeit am 15.01.2021 eingebucht wurde und

b) Forderung B in Höhe von 100.000 US-Dollar, die am 01.07.2020 zum zutreffenden Kurs von 1,50 USD/€ eingebucht wurde. Die Forderung ist, da es sich um einen sehr guten Kunden handelt, erst am 30.6.2021 fällig.

Die Buchführung erfolgt in der Euro-Währung. Am Bilanzstichtag beträgt der Devisenkassamittelkurs 1,40 USD/€. In der Zeit nach dem Bilanzstichtag bis zur Bilanzaufstellung schwankte der Devisenkassamittelkurs zwischen 1,35 und 1,40 USD/€.


Aufgabe

1. Beurteilen Sie den Sachverhalt mit einer kurzen erschöpfenden Begründung handels- wie steuerrechtlich bei Zugang und zum Bilanzstichtag 31.12.2020.

2. Die Geschäftsführung wünscht bei Wahlrechten den niedrigsten Gewinn.

3. Die GmbH verzichtet gem. § 274a Nr. 4 HGB auf den Ausweis von latenten Steuern.

4. Die Buchhaltung ist so eingerichtet, dass für Buchungen, die handelsrechtlich und steuerrechtlich identisch sind, der Buchungskreis "Alle Bereiche" anzusprechen ist. Im Falle vom Handels- bzw. Steuerrecht abweichender Buchungen ist jeweils in den besonderen Buchungskreisen "Nur Steuerrecht" oder "Nur Handelsrecht" zu buchen.

Die Forderungen sind bei der Umrechnung vereinfachungshalber auf volle € abzurunden.

© Hansjürgen Schuster, SteuerExTra

Mit diesem fünften Fall schließt erst einmal die kleine Bilanzfall-Reihe. Die Fälle sind auf Original-Niveau. In Kürze wird dazu eine Live-Online-Besprechung über die Links der Überschrift für die Interessierten angeboten werden. Bis dahin viel Spaß beim lösen.

Sonntag, 11. Juli 2021 - 10:19 Uhr
Modebegriff "Examenskurs" für die Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung

Vor einigen Jahren wurden ergänzende Vorbereitungskurse für die Steuerberaterprüfung gerne mit dem Attribut "intensiv" geschmückt. In den letzten Jahren hat diese Rolle die Bezeichnung "Examenskurs" übernommen. Es ist wohl eher die Werbewirkung als der Inhalt, um den es dabei geht. Einige Anbieter verwenden gegenwärtig diese Bezeichnung.

Ich habe drei Jahre für einen externen Anbieter Bilanzrecht in einem umbenannten (renaming) "Examenskurs" und reanimierten Kurs, der ursprünglich anders mit "intensiv" hieß, aber schon Jahre eingestellt war, unterrichtet.

Vier Tage Bilanzrecht gab es. Einige Teilnehmer verstanden den Begriff "Examenskurs" so, dass man hier alles lernt, um die schriftliche Steuerberaterprüfung zu bestehen. Also Bilanzrecht beispielsweise in vier Tagen (!?). Kann natürlich in dieser kurzen Zeit nicht klappen. Löst aber beim Dozenten einen gewissen Druck aus, das Unmögliche in dieser Zeit zu schaffen. Aber so ist es zwischen Sender- und Empfängerhorizont. Nicht immer sind die Perspektiven konform und kompatibel.

Bin gespannt, welche Begriffsinnovationen ohne inhaltliche Optimierungen noch folgen ...

Sonntag, 11. Juli 2021 - 08:22 Uhr
Übungsfall 4: Ricardo Risk

Sind Sie fit für die Bilanzklausur der Steuerberaterprüfung? Einer meiner Basis-Fälle zur Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung. Zu einfach?


Ricardo Risk

Der Einzelunternehmer Ricardo Risk (RR) hatte im Januar 2018 börsennotierte Aktien zur langfristigen Stärkung seines Betriebsvermögens erworben und mit den Anschaffungskosten gebucht:

Wertpapiere des Anlagevermögens (A-Aktien). 100.000 €
an Bank
100.000 €

Wertpapiere des Anlagevermögens (B-Aktien) 50.000 €
an Bank 50.000 €

Entgegen der Erwartungen von RR verloren die A-Aktien 2019 recht deutlich an Wert. Im Jahr 2020 und dann bis zur Jahresabschlusserstellung im Jahr 2021 gingen die Kurse weiter stetig, aber nur noch leicht zurück.

Die Werte der B-Aktien verloren im Jahr 2019 noch deutlicher an Wert. Bis zur Bilanzaufstellung im März 2020 blieben die Kurse im Jahr 2020 zunächst unverändert. Im Herbst 2020 erholten sie sich jedoch überraschend deutlich und stiegen seitdem stetig leicht an. Die Kurse vom Januar 2018 wurden bisher aber noch nicht wieder erreicht.

Die Werte der bilanzierten Aktien entwickelten sich wie folgt:
31.12.2019 31.3.2020 31.12.2020 31.3.2021
A-Aktien 74.000 € 73.000 € 72.000 € 71.000 €
B-Aktien 26.000 € 26.000 € 40.000 € 41.000 €

Im Jahresabschluss zum 31.12.2019 hat RR die Aktien in der Handelsbilanz mit dem höchstmöglichen Wert und in der Steuerbilanz mit dem niedrigsten möglichen Wert angesetzt.
In der Buchführung 2020 sind bisher keine Buchungen vorgenommen worden.

Aufgabe
1. Beurteilen Sie den Sachverhalt unter Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen des Handels- und Steuerrechts sowie auf die Verwaltungsanweisungen.
2. In Zweifelsfällen ist der Verwaltungsauffassung zu folgen.
3. RR wünscht im Jahr 2020 einen möglichst hohen Eigenkapitalausweis in seiner Handelsbilanz (1. Priorität) und einen möglichst niedrigen steuerlichen Gewinn (2. Priorität).
4. Es sind keine Buchungen vorzunehmen.

© Hansjürgen Schuster, SteuerExTra

Die Fall-Reihe wird fortgesetzt. Die Fallbesprechung kann - bei Interesse - in einem Live-Online-Seminar erfolgen, das dann zu gegebener Zeit angeboten werden wird.

Samstag, 10. Juli 2021 - 08:38 Uhr
Übungsfall 3: Merkel & Ferkel OHG

Sind Sie fit für die Bilanzklausur der Steuerberaterprüfung? Einer meiner Basis-Fälle zur Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung. Zu einfach?

Merkel & Ferkel OHG

Die Merkel & Ferkel OHG aus Lübeck erwarb in 2017 zwei nebeneinanderliegende unbebaute Betriebsgrundstücke. Das Grundstück 6/12 hatte AK von 100.000 €, das Grundstück 6/13 AK iHv 500.000 €.

Mitte 2020 ergab sich der Verdacht einer Bodenkontaminierung, weshalb die OHG ein diesbezügliches Gutachten erstellen ließ. Im Oktober 2020 lag das Gutachten vor. Hinsichtlich des Grundstücks 6/12 wurden folgende Feststellungen getroffen:
Zur Eindämmung der Kontaminierung ist eine Einkapselung der betroffenen Bodenschicht notwendig, was Kosten von ca. 200.000 € bedeuten würde. Das Grundstück darf nach der Einkapselung nicht mehr genutzt werden. Eine Sanierung des Grundstücks ist nicht möglich und wird auch nicht möglich sein, sodass das Grundstück auch zukünftig nicht mehr genutzt werden darf.

Auf dem Grundstück 6/13 sind ebenfalls bereits erste oberflächliche Kontaminierungen aufgetreten, die aber durch einen stellenweisen Austausch von Bodenschichten bei einem Aufwand von ca. 10.000 € kurzfristig wieder beseitigt werden könnten, sodass auf diesem Grundstück die Nutzung wieder kurzfristig möglich wäre. Der Wert des belasteten Grundstücks wird vom Gutachter auf 450.000 € taxiert.
Dieses Gutachten wurde im November 2020 der zuständigen Umweltbehörde vorgestellt. Die Umweltbehörde schloss sich dem Gutachten an. Das Grundstück 6/12 wird auch nach einer Einkapselung nicht mehr nutzbar sein. Die Umweltbehörde erließ noch im Dezember 2020 einen entsprechenden Verwaltungsakt (behördliche Anordnung) gegen die OHG mit Fristsetzung bis Juli 2021 für die Umsetzung der Maßnahmen des Gutachtens. Bis Ende Juni 2021 waren die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen. Die tatsächlichen Kosten betrugen 150.000 €.
Bei den angegebenen Kosten handelt es sich um Einzelkosten, da die Sanierungsarbeiten durch Fremdfirmen durchgeführt werden.

Die OHG buchte zum 31.12.2020:
Außerplanmäßige Abschreibungen 600.000 € an Grundstück 6/12 100.000 €
Grundstück 6/13 500.000 €


Aufgabe
Bewerten Sie den Sachverhalt unter Berücksichtigung der einschlägigen Ansatz- und Bewertungsvorschriften. Die OHG wünscht einen möglichst geringen steuerlichen Gewinn. Die Bilanzaufstellung erfolgte am 31.03.2021.

© Hansjürgen Schuster, SteuerExTra

Die Fall-Reihe wird fortgesetzt. Die Fallbesprechung kann - bei Interesse - in einem Live-Online-Seminar erfolgen, das dann zu gegebener Zeit angeboten werden wird.

Freitag, 9. Juli 2021 - 16:17 Uhr
Übungsfall 2: Plagiatdruck GmbH

Sind Sie fit für die Bilanzklausur der Steuerberaterprüfung? Einer meiner Basis-Fälle zur Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung. Zu einfach?

Plagiatdruck GmbH

Die Fa. Plagiatdruck GmbH veräußert am 02.01.2020 ein unbebautes Grundstück des Anlagevermögens. Das veräußerte Grundstück war am 1.7.2012 für 100.000 € erworben worden. Die Bahn plante, auf dem Nachbarstück für eine Neubaustrecke neue Gleise zu bauen. Aus diesem Grunde wurde 2017 eine außerplanmäßige Abschreibung bzw. Teilwertabschreibung von 20.000 € vorgenommen, da mit erheblichen und dauerhaften Lärmauswirkungen zu rechnen sei. Die Plagiatdruck GmbH veräußerte daher letztlich das Grundstück zu einem Preis von 150.000 €. Der dabei erzielte Veräußerungsgewinn soll zum 31.12.2020 in eine Rücklage iSd § 6b (3) EStG eingestellt werden, da im Folgejahr die Errichtung eines Betriebsgebäudes auf einem anderen Grundstück ansteht. Es wurde am 20.01.2021 fertig gestellt. Die betriebsgewöhnliche tatsächliche Nutzungsdauer beträgt 20 Jahre. Es sind Herstellungskosten iHv 500.000 € entstanden.

Die Fa. Plagiatdruck GmbH hat eine handels- und steuerrechtliche Buchführung und stellt eine separate Steuerbilanz auf. Sollen beide Buchführungen angesprochen werden, dann wird im Buchungskreis „alle Bereiche“ gebucht, bei ausschließlich handelsrechtlichen Buchungen im Buchungskreis „Handelsrecht“ und bei ausschließlich steuerlicher Buchung im Buchungskreis „Steuerrecht“.

Die Firma buchte bisher im Buchungskreis „alle Bereiche“:
Bank 150.000 € an sonstige betriebliche Erträge 150.000 €


Aufgaben
1.) Werten Sie den Sachverhalt ausschließlich bilanzsteuerrechtlich und korrigieren bzw. ergänzen Sie ggf. die steuerlichen Buchungen im Buchungskreis „Steuerrecht“.
2.) Es ist der geringste steuerliche Gewinn gewünscht.


© Hansjürgen Schuster, SteuerExTra

Die Fall-Reihe wird fortgesetzt. Die Fallbesprechung kann - bei Interesse - in einem Live-Online-Seminar erfolgen, das dann zu gegebener Zeit angeboten werden wird.

Freitag, 9. Juli 2021 - 14:41 Uhr
Übungsfall 1: Ehegatten Duo

Sind Sie für die Bilanzklausur der Steuerberaterprüfung fit? Einer meiner Basis-Fälle aus der Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung. Zu einfach?

Ehegatten Duo

Die Eheleute Marta (MD) und Egon Duo (ED) vermieten ab dem 01.11.2020 an den bilanzierenden Unternehmer-Ehegatten Egon Duo ein bebautes Grundstück in Lübeck für monatlich 1.000 € zzgl 19 % Umsatzsteuer. Das Grundstück wird vollumfänglich von ED in seinem Einzelunternehmen betrieblich genutzt.

Das bebaute Grundstück (Bauantrag 2006; Fertigstellung 2007) erwarben die Eheleute als Bruchteilsgemeinschaft im Jahre 2012 zu Anschaffungskosten von 100.000 €, wovon 20 % auf den Grund und Boden entfielen. Die notarielle Beurkundung erfolgte am 01.02.2012. Übergang von Besitz, Nutzen, Lasten und Gefahr erfolgte vereinbarungsgemäß mit der Kaufpreiszahlung. Die Eheleute überwiesen den Kaufpreis am 28.02.2012, die Gutschrift erfolgte beim Verkäufer am 01.03.2012. Die Eigentumsänderung im Grundbuch wurde am 01.04.2012 vorgenommen. Ab dem 01.03.2012 bis zum 31.10.2020 wurde das Grundstück von den Eheleuten privat an Dritte vermietet.
Der Verkehrs-/Teilwert beträgt am 01.11.2020 für das Grundstück 150.000 €, wovon wiederum 20 % auf den Grund und Boden entfallen.

Im Zusammenhang mit dem Grundstück sind ab November 2020 lfd. Kosten von 500 € zzgl. 95 € Umsatzsteuer angefallen. Die Rechnungen wurden an die Eheleute adressiert und die Aufwendungen von ihnen gemeinsam von einem privaten Bankkonto getragen.


Aufgabe
Nehmen Sie zum Sachverhalt bilanzsteuerrechtlich für das Geschäftsjahr 2020 Stellung. Berücksichtigen Sie die Verwaltungsauffassung. Buchungen sind nicht vorzunehmen. Vereinfahungshalber wird ein ganzjähriger Regelumsatzsteuersatz von 19 % angenommen.

© Hansjürgen Schuster, steuerextra.de

Diese Fall-Reihe wird fortgesetzt. Die Fallbesprechung kann - bei Interesse - in einem Live-Online-Seminar erfolgen, das zu gegebener Zeit dann angeboten werden wird.

Dienstag, 8. Juni 2021 - 10:36 Uhr
Empfehlung: ARD Der Milliardenraub cum-ex

Ein (1) Dividendenanspruch und daraus viele generierte Steuerbescheinigungen zu Anrechnungszwecken. Sehr vereinfacht zusammengefasst. Cum-Ex ist die Bezeichnung dieses "Geschäftsmodells". Sehr bedenklich. Wenn man sich den ARD-Bericht ansieht, muss man glauben, dass jeder normale Steuerzahler zu den "Dummen" gehört. Hier ist es zu einem Systemversagen gekommen, dass auch die Politik zuließ. Sehr bedenklich. Meinen Respekt an die Staatsanwältin als treibende Kraft gegen alle Widerstände!

Montag, 7. Juni 2021 - 09:25 Uhr
NEVER EVER Nr. 2

Noch eine Facebook-Erinnerung. Klappe zu, Affe wieder tot!

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