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Hier bloggt Hansjürgen Schuster, Steuerberater-Examenstraining SteuerExTra zur Steuerberaterprüfung! Inhaltlich gedeckt durch Art. 5 GG!

Blog zur Steuerberaterprüfung von SteuerExTra

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Dienstag, 14. Juni 2022 - 11:13 Uhr
Prüfungsvorbereitung vs. soziale Mediennutzung

Natürlich prüfe auch ich die sozialen Medien nach Beiträgen und Storys zu der Steuerberaterprüfung. Beruflich eben. SteuerExTra nutzt auch unregelmäßig die sozialen Medien.

Was mich aber wundert ist die notwendige Zeit, die Prüfungskandidaten und -kandidatinnen für die sozialen Medien, insbesondere für Instagram neben der Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung aufwenden. Aufwendig gefertigte Storys, Videos, Fotos und Beiträge. Dann Antworten auf Kommentare. Und dann die Anzahl der Postings. Täglich, oft sogar mehrmals täglich. Das hat man doch nicht mal eben nebenbei gemacht? Leidet darunter nicht die Prüfungsvorbereitung?

Montag, 13. Juni 2022 - 11:58 Uhr
Coaching bei der Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung - Gurus oder Scharlatane?

Das Branche der selbsternannten Coaches für die Steuerberaterprüfung wächst. Weshalb? Gibt es einen Mehrwert für die Teilnehmer? Das sind Fragen, die auch ich nicht beantworten kann oder ist es nur ein Hype?

Bei meinen letzten Vorbereitungstrainings zur mündlichen Steuerberaterprüfung, den Power-Coaching-Trainings digital und präsenz (Das Training heißt schon 16 Jahre so!) hatte ich mindestens 3 Teilnehmer von einem Coaching-Trio, wie sich teilweise erst im nachhinein herausstellte, denn die Teilnehmer äußern sich ungern über solche Coachings. Alle waren Wackelkandidaten, sodass besondere Coaching-Erfolge nicht feststellbar waren. Eine Kandidatin war zudem beratungsresistent und derart von falschen eingetrichterten Vorgehensweisen überzeugt, dass wir sie nicht mehr "umdrehen" und auf einen erfolgversprechenden Weg bringen konnten. M.E. war das auf auf die Coachings zurückzuführen. Sie fiel dann leider auch erwartungsgemäß durch.

Wer sich mit den Coaching-"Gurus" näher beschäftigen will, kann das mit obigen Link tun. Dort kommt man zu dem Blog von Beate, die sich damit näher beschäftigt hat.

Obwohl SteuerExTra auch das Wort "Coaching" verwendet, dies auch in den Power-Coaching-Trainings anwendet, haben wir nichts dem diesem neuartigen Coaching-Phänomen zu tun. SteuerExTra wurde bereits 2004 gegründet und reitet nicht auf dieser neuen Welle.

Dienstag, 24. Mai 2022 - 12:40 Uhr
Prüfungskandidaten-Interview Steuerberaterprüfung und die verschiedenen Realitätswelten: Mein Kommentar

Habe mir gerade ein Youtube-Interviewvideo eines Coaching-Anbieters mit einem im 3. Versuch erfolgreichen Prüfungskandidaten angesehen. Und siehe da, ich kenne den Prüfungskandidaten R.R. Ich kenne ihn aus der Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung, als ich noch für einen Lehrgangsanbieter dozierte und viel wichtiger, ich kenne ihn auch aus dem SteuerExTra Power-Coaching-Training 2022 für die mündliche Steuerberaterprüfung und war damit beim letzten Schritt der Prüfung intensiv involviert.

Natürlich nenne ich keine Namen oder persönlichen Details.

Was ich im Interviewvideo vermisse, ist die Nennung der schriftlichen Vornote, um einen Eindruck zu erhalten, ob und inwieweit das fremde Coaching für die schriftliche Prüfung Wirkung zeigte. Schließlich sollen die Kosten hierfür nicht unerheblich sein. - Ich kenne natürlich die Note. Wie hieß es früher bei der Bild-Zeitung, wenn etwas nicht ganz zutreffend in der BILD dargestellt wurde: "BILD sprach zuerst mit dem Toten!". Daran musste ich denken, als ich mir das Interview-Video ansah. Wir sind nun eben in einer Zeit, in der man Youtubern, Instagramern, TikTokern usw nicht immer glauben kann. Schöne Fotos und Videos in Social-Media-Beiträgen können auch die Wirklichkeit verdecken. Eben mehr Schein als Sein! Auch FAKE-News sind eine Erscheinung der heutigen Zeit.

Für wen ist das Power-Coaching-Training von SteuerExTra für die mündliche Steuerberaterprüfung?
Das Power-Coaching-Training richtet sich speziell an Wackelkandidaten, die sich in der mündlichen Prüfung verbessern müssen, steht aber generell Prüfungskandidaten mit jeder Vornote offen. SteuerExTra freut sich schon auf die mündlichen Steuerberaterprüfungen 2023 und wird gerne Wackelkandidaten auf dem Weg zum Bestehen unterstützen. Schon 2022 hatte ich mindestens drei Teilnehmer (wird von den TN ungern zugegeben), die trotz Neuanbieter-Coachings dann doch unsere Hilfe suchten.

Mittwoch, 11. Mai 2022 - 12:42 Uhr
Musterlösungen vs. Lösungen-Lehrgangsanbieter: Fetisch bzw. Wissenprostitution beim Vollständigkeitsgebot?

Habe mir gerade ein Webinarvideo zur Bilanzklausur eines großen Lehrgangsanbieters angesehen. Sehr vieles war richtig, manchmal habe ich jedoch etwas die Stirn gerunzelt.

Vorweg: Man kann in der Klausur überflüssiges schreiben so viel man will. Es kostet nur Zeit und wegen vernichteter Bearbeitungszeit mittelbar Punkte. Vlt. vergibt der Korrektor dafür auch einmal einen "Sonderpunkt". Man kann auch falsches schreiben, ohne dass es zum Malus wird. Dies kostet auch nur Bearbeitungszeit und damit Punktemöglichkeiten. Letzteres geschieht in Unwissenheit.

Es geht auch darum, bei Klausur-Standardsituationen möglichst effizient und punktewirksam zu schreiben. Ein Punkt nervt mich in diesem Zusammenhang immer wieder. Das sind Ausführungen zum handelsrechtlichen Vollständigkeitsgebot ohne Not. Ist es eine Therapie das Vollständigkeitsgebot immer und immer bei jedem passenden Sachverhalt zu nennen? Schreibt man auch zu § 9b I EStG in jedem Sachverhalt etwas, auch wenn keine Vorsteuer dort vorhanden ist? Die Liste ließe sich beliebig fortsetzten. Am Ende braucht man eine Schreibverlängerung, wenn man alle Standardaussagen immer ohne Sinn und Verstand in der Hoffnung um Fußgängerpunkte schreiben will. Ist Wissensprostitution die Lösung für Fußgängerpunkte?

Nehmen wir den unstreitigen bürgerlich-rechtlichen Zugang einer Maschine ins notwendige (was sonst?) Betriebsvermögen (AV) einer GmbH nach Kauf durch betriebsbereite Lieferung an. Mit welchen Vorschriften würden Sie den Zugang zum notwendigen BV begründen?

a) ohne Sachverhalts-Grund gehe ich nicht darauf ein

b) § 246 I HGB, § 39 I AO

c) §§ 246 I S. 1, II S. 2 1. HS HGB, § 5 I S 1 1. HS EStG

d) § 246 I S. 1 HGB, § 5 I S 1 EStG

e) R 4.2 I EStR, ggf. plus §§

f) §§ 246 I S. 1, II S. 2 1. HS HGB, § 5 I S 1 1. HS EStG, § 39 I AO

g) andere §§-Kombination / Satz-Kombination

Die Auflösung wird hier am 15.6. bekanntgegeben.
Auflösung der Umfrage:
Die fachliche Top-Antwort unter den Auswahlmöglichkeiten ist zweifellos f). Sofern die Aufgabenstellung noch die Nennung von Verwaltungsanweisungen vorgibt, wäre noch R 4.2 I EStR anzuführen.

Allerdings:
Nach Auswertung von vielen Musterlösungen wäre a) die klausureneffizienteste Top-Antwort, weil bei der GmbH es sich immer um notwendiges BV handelt. Damit wäre im Falle von f)
etwas nicht klärungsbedürftiges selbstverständliches umfangreich behandelt worden. Ich nenne dieses Phänomen "Wissensprositution". Durchaus richtige, aber für die Sachverhaltsbeurteilung überflüssige Ausführungen. Anders wäre es nur:

- bei einem Einzelunternehmen bzw. Sonder-BV einer Mitunternehmerschaft, oder
- wenn dieser Punkt bei einer KapG sachverhaltsmäßig strittig und somit zu klären wäre.

Was passiert, wenn man es dennoch schreibt? Die Wertung der Klausur ändert das nicht. Es ist kein Malus. Dass man mal Unerhebliches bzw. Überflüssiges schreibt, lässt sich im Klausurenstress kaum verhindern. Passiert es oft oder schreibt man viel Überflüssiges, so kostet es nur Klausurbearbeitungszeit, die vlt. an anderer Stelle fehlt und dann mittelbar Punkte kostet.

Beispiel:
Bauunternehmer B kauft eine Maschine ... Ohne sachverhaltsmäßige Notwendigkeit wird in der Klausurlösung über zwei Seiten zum Thema Bauabzugsteuer philosophiert. - Richtig, aber unnötig und die Bearbeitungszeit ist futsch.

Nähere Erläuterungen erfolgen im obigen Kurzwebinar (Link in der Überschrift).

Samstag, 23. April 2022 - 19:50 Uhr
Richtig oder falsch? Fake? Wahrheit oder Lüge?

Umsatzsteuer Dozent erklärt im Umsatzsteuer-Webinar am 7.3.22 seinen Werdegang. Seit rd. 7 Jahren sei er nur noch mit der Umsatzsteuer beschäftigt. Viele Vorträge etc. Er erklärt ferner, dass er von anderen Steuern so gut wie keine Ahnung mehr hat. Spezialgebiet also Umsatzsteuer für alle möglichen Berufsbilder, auch für die Steuerberaterprüfung. Soweit so gut!

Jetzt Ankündigung einer Grundlagen-Webinarreihe für Buchführung und Bilanzierung in den sozialen Medien durch einen Online-Anbieter und siehe da, derselbe Dozent! Der Dozent, der nach seiner eigenen Aussage keine Ahnung mehr außerhalb der Umsatzsteuer hat. Wie? Häh? Habe ich irgendetwas nicht mitbekommen? Buchführung und Bilanzierungsfortbildung in rd. 2 Monaten vom Umsatzsteuer-Dozent zum Bilanzdozenten für die Steuerberaterprüfung? Achtung: doppeltes Wortspiel: Schuster bleib bei deinen Leisten!

Um welchen Lehrgangsanbieter es sich hier handelt? Das ist nicht schwer zu erraten. Ich sage nur "inszenierte Lobhudeleien" in den sozialen Medien und eine "Social-Media-Omnipräsenz". Da gibt es doch nur einen Neuanbieter! Und der Dozent? Eigentlich in USt gut. Warum macht er das? Hat er das nötig? Keine Ahnung.

Vielleicht liegt es an dem Online-Anbieter, der macht viel Werbung und Remmidemmi in den sozialen Medien. Marketing ist alles, oder zählen auch Inhalte? Bei SteuerExTra setze ich mehr auf Qualität als auf Marketing. Ist meine Philosophie, quasi vintage!

Hansjürgen Schuster
- 22 Jahre Bilanzdozent -

Freitag, 10. September 2021 - 17:28 Uhr
Imagefilm Steuerberatervorbereitung

Habe gerade in den sozialen Medien einen Imagefilm eines Berliner Lehrgangsanbieters gefunden und mir angesehen. Bekam spontan Lust auf eine Städtereise und Shopping-Laune, aber nicht dort einen Vorbereitungslehrgang für die Steuerberaterprüfung zu buchen. Und zum Schluss quasselt noch ein "Geschäftsführer" ohne eine gewinnende Ausstrahlung (Anmerkung: Ende 2021 wurde er offenbar als GF "entsorgt" ). Mehr Pflicht wie Kür. Wer braucht denn so etwas? M.E. derjenige, der kein oder ein beschädigtes Image hat.

Montag, 6. September 2021 - 09:08 Uhr
Übungsklausur 2018: Fehler oder Absicht?

Der kleine Klausurabschnitt wurde mir zur Beurteilung übersandt. Wenn das ein Klausur-Gag sein soll, dann meinen Respekt für diese tolle Idee, auch wenn sie fernab von einer Prüfungsrelevanz ist! Die andere Möglichkeit ist, dass dieser Klausurteil rd. 8 Jahre nicht aktualisiert wurde. Aktualisierungen sind aufwendig und kosten auch viel Geld. Kann man sich ja auch mal sparen ...
Erkennen Sie die Problemstelle?

Sonntag, 5. September 2021 - 09:42 Uhr
Videoübertragung bei Webinaren von SteuerExTra

So sieht es zum Beispiel bei SteuerExTra aus.

Freitag, 3. September 2021 - 16:13 Uhr
Schlechter Kamerawinkel, schlechte Lichtverhältnisse und Ton beim Dozenten in Webinaren

Sie haben sicherlich alle seit der Corona-Pandemie an Webinaren teilgenommen. Geht es Ihnen auch so, dass oft das Videobild (seltsamer Winkel von unten nach oben), die Lichtverhältnisse (Fenster im Hintergrund hell = Dozent im Dunkeln) und der Ton eine schlechte Qualität (im Notebook eingebautes Mikro) hatten?

Nicht bei SteuerExTra, aber oft ist es so bei anderen. Auch muss ich als Hintergrund nicht die Decke samt Deckenlampe beim Dozenten im Gegenlicht sehen.

In diesem Zusammenhang hat SteuerExTra eine weitere Innovation (siehe Foto). Erkennen Sie, was das ist? Zum Größenvergleich halte ich einen Finger daneben. Viel Spaß beim raten!

Freitag, 20. August 2021 - 07:34 Uhr
Gratis-Webinare für die Steuerberaterprüfung überschwemmen das Internet

Fast kein Lehrgangsanbieter, der zum Marketing seines kostenpflichtigen Produktportfolios ohne Kostenlos-Webinare zur Akquise auskommt. Das Angebot ist geradezu inflationär. Egal, ob Fachwebinar oder Info-Webinar zum Ablauf der schriftlichen Steuerberaterprüfung. Von dilettantisch bis professionell ist die gesamte Bandbreite vertreten, aber ich will das nicht im Einzelnen bewerten.

Allesamt sind sie "Zeifresser". Jedenfalls, wenn man die Angebote reichlich nutzt. Sie "stehlen" Ihnen einen Teil der restlichen Vorbereitungszeit und wähnen Sie in falsche Sicherheit.

Vor diesem Hintergrund macht es derzeit keinen Sinn, weiter kostenpflichtige Online-Seminare anzubieten. SteuerExTra hat sich entschlossen für die schriftliche Steuerberaterprüfung 2021 kein Live-Webinar mehr aufzulegen. Der Webinar-Dschungel ist schon jetzt kaum zu durchdringen.

Daher: Viel Erfolg bei der Schriftlichen und bis zur Vorbereitung auf die mündliche Steuerberaterprüfung! Auch dieses Mal wollen wir so viele Wackelkandidaten wie möglich "retten".

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